ConTec-Controlling

Herkömmliche Controlling-Methoden beruhen auf den Auswertungen der monatlichen FiBu-Daten. FiBu-Daten sind zwangsläufig Informationen von abgeschlossenen und verbuchten Geschäftsvorgängen. Nicht verbuchte Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Lagerrückstellungen und –Forderungen müssen geschätzt werden. Es wird also grundsätzlich die unvollständige Vergangenheit des Vormonats betrachtet.

Die FiBu eignet sich auch nicht für die Bewertung eines einzelnen Kunden oder einer einzelnen Artikelgruppe nach Gewinn oder Verlust, da die zugeordneten Aufwendungen nur statistischen Charakter haben. Bestenfalls kann die FiBu Kunden und Artikel nach Umsatz und Tonnage sortieren.

Bei Unternehmen mit hohen Gewinnen spielen diese Abweichungen zum IST eine untergeordnete Rolle und werden statistisch hochgerechnet (wie in den guten alten Zeiten der Entsorgungswirtschaft). Sind die Gewinne jedoch gering, können FiBu-Auswertungen nicht mehr für eine Monats-Unternehmensbewertung herangezogen werden. Es reicht ein Lagerverkauf aus dem Lagerbestand des Vormonats, eine falsche Lager¬bewertung oder eine vergessene Forderung oder Verbindlichkeit, um das Betriebsergebnis auf den Kopf zu stellen. Ein zeitnahes Controlling über die FiBu-Daten ist daher nicht möglich.

Aufgabenstellung

  • Ein Controllingsystem darf aus vorgenannten Gründen nicht auf die Debitor/Kreditor-Buchungen und auf die Lagerbewertungen angewiesen sein.
  • Gesucht ist ein Controllingsystem, das wöchentlich aktuelle und verläßliche IST-Informationen und Kennzahlen zur laufenden Ergebnissteuerung liefert.
  • Diese Daten müssen dem Controller jederzeit und vollautomatisch zur Verfügung stehen.

Aus welchen Daten bezieht ConTec-CONTROLLING die Informationen?

Im ConTec-System sind folgende Stammdaten hinterlegt:

  • Einkaufspreise (kundenindividuell)
  • Verkaufspreise (entsorger-/verwerterindividuell)
  • Zonen-Transportpreise (eigene und fremde)
  • Lager- und Bearbeitungskosten
  • Artikel-Bearbeitungssplitt (z.B. bei Bauschutt 5% Folie, 10% Holz, etc.)
  • Verwaltungs- und Gemeinkosten

Zusätzlich stehen alle Bewegungsdaten (Transportaufträge) mit dem Status „erledigt“ bzw. „fakturiert“ für die Auswertungen zur Verfügung.

Wie groß ist der DB eines bestimmten Streckenauftrages?

Wird ein Streckenauftrag als erledigt gemeldet, kennt ConTec den Kunden, den Artikel, die Menge und den Abladeort. Jetzt kann ConTec mit den hinterlegten Werten und Preisen sofort den DB dieses Auftrages errechnen.

Der erzielte Preis am Ladeort minus Transportaufwand und minus Entsorgungsaufwand am Abladeort ergibt den DB2 (bei z.B. Metallen umgekehrt) - unabhängig davon, ob die Abholung bereits verrechnet wurde und unabhängig davon, ob die Rechnung vom Entsorger/Verwerter bereits eingegangen ist.

ConTec ermöglicht eine DB-Berechnung jedes einzelnen Streckenauftrages, bevor die Daten in der Fakturierung bzw. FiBu sind!

Mit ConTec-CONTROLLING kann über einen beliebigen Zeitraum (z.B. die vorangegangene Woche) eine Erfolgsrechnung nach DB1, 2, oder 3 durchgeführt werden:

DB1 = Einkaufspreis minus Verkaufspreis (bei z.B. Metallen umgekehrt)
DB2 = DB1 minus Transportkosten
DB3 = DB2 minus Verwaltungs- und Gemeinkosten

Resümee: Bei Entsorgungsunternehmen mit reinen Strecken- und/oder Handelsgeschäften ist eine täglich aktuelle Erfolgskontrolle mit ConTec sehr genau, da auch die Verwaltungs- und Gemeinkosten zu 100% dieser Sparte zugeordnet werden können.

Wie groß ist der DB einer Anlieferung in die eigene Recyclinganlage?

Bei Unternehmen mit Recyclinganlagen ist eine DB-Berechnung einer einzelnen Anlieferung bedeutend komplexer:

Neben dem Transportaufwand ist auch noch der Bearbeitungsaufwand und je nach Materialsplittung auch der Entsorgungsaufwand/Verwertungserlös zu berücksichtigen.

PS: Die in ConTec integrierten BDE-Systeme ermöglichen eine sehr genaue und aktuelle Materialfluß- und Aufwandsstatistik.

Um den täglichen, wöchentlichen oder monatlichen DB eines Recyclingunternehmens zu berechnen, können nicht einfach die Einnahmen den Ausgaben lt. FiBu gegenübergestellt werden. Zu groß sind die Abweichungen aus den Lagerbeständen und aus den Forderungen und Verbindlichkeiten durch Ein- und Ausfuhrlieferungen, die nicht in den Berechnungszeitraum fallen.

Das ConTec-CONTROLLING löst auch diese Aufgabe sehr logisch und rationell:

Jede einzelne Anlieferung wird so berechnet, als ob sie augenblicklich zu aktuellen Aufwänden bearbei-tet und die aus der Bearbeitung resultierenden Materialien augenblicklich zu aktuellen Preisen entsorgt bzw. verkauft würden.

Es stehen damit tagaktuell nachstehende Berechnungen zur Verfügung:
DB1 = Einkaufspreis minus Verkaufspreis(*) (bei z.B. Metallen umgekehrt)
DB2 = DB1 minus Transport- und Bearbeitungskosten(**)
DB3 = DB2 minus Verwaltungs- und Gemeinkosten

(**) Bei den hinterlegten Transport- und Bearbeitungskosten wird von relativ konstanten Kosten ausge-gangen. Dies gilt auch für die prozentuelle Artikelsplittung durch die Bearbeitung.

(*) Der Verkaufspreis (Entsorgungsaufwand bzw. Verkaufserlös pro Artikel) wird von ConTec automa-tisch berechnet (durchschnittlicher Aufwand/Erlös der letzten Auslieferungen). Diese Methode eliminiert auch noch nicht realisierte Spekulationsgewinne bei Metallen und damit falsche Lagerbewertungen.

ConTec ermöglicht eine täglich aktuelle DB-Berechnung jeder einzelnen Anlieferung, bevor die Daten in der Fakturierung bzw. FiBu sind!

Resümee: Die mit ConTec errechneten Werte werden schlußendlich mit den Zahlen der FiBu-Jahresbilanz nicht bis auf die letzte Kommastelle übereinstimmen. Dies ist auch nicht die Aufgabe eines operativen Systems. Aufgabe von ConTec ist es vielmehr, tagaktuelle Zahlen zu liefern, um ein Unternehmen transparenter und damit lenkbarer und erfolgreicher zu machen.

Lohnt sich der Einsatz von Bordcomputern in den LKW?

Bei den vorangegangenen DB-Berechnungen wurden Zonen-Transportpreise pro Tonne lt. Statistik zug-rundegelegt. Man kann davon ausgehen, daß diese Statistik stimmt. Das Problem ist, daß diese Statistik alle Kunden innerhalb einer Zone über einen Kamm schert.

 

Bei einer statistischen Aufwandsberechnung ist es zwangsläufig unerheblich, ob ein Fahrzeug nach 20 Minuten mit 25 Tonnen zurückkehrt oder ob es nach 5 Stunden mit einer Tonne zurückkehrt. Der Transportaufwand pro Tonne ist immer derselbe. Jeder Fahrauftrag wird konstant mit der Anzahl Tonnen mal den statistischen Kosten pro Tonne belastet.

 

Resümee: Mit der rein statistischen Methode können bei gleichen Artikelpreisen gute und schlechte Kunden nicht unterschieden werden. Es ist auch keine realistische DB-Berechnung pro Kunde möglich. Dies gilt selbstverständlich auch für die DB-Berechnung pro Artikel.

 

Wenn man davon ausgeht, daß der Bearbeitungsaufwand bzw. der Entsorgungsaufwand/-Erlös eines bestimmten Artikels bei allen Kunden gleich ist, kann nur noch der Einkaufspreis und der Transportpreis eine Regelgröße darstellen.

Wenn man auch noch davon ausgeht, daß der Einkaufspreis vom Markt vorgegeben wird, bleiben nur noch die Transportkosten als Regelgröße.

 

Der Erfolg eines Entsorgungsunternehmens ist weitläufigst von den Transportkosten abhängig.

 

Der R.O.N.A.-Bordcomputer registriert vollautomatisch und getrennt alle Fahr-, Belade-, Entlade- und Pausenzeiten sowie die Kilometer pro Fahrauftrag. Neben der Fahrerabrechnung ist auch die Auf-wandsberechnung pro Fahrauftrag vollautomatisiert. Dadurch wird erstmals eine DB-Berechnung pro Kunde und Artikel möglich.

 

Werden mehrere Kunden innerhalb einer Tour angefahren, errechnet der R.O.N.A.-Bordcomputer die realen km- und Fahrzeitanteile pro Kunde. Eine Fahrt zum Abladeort (z.B. zur Deponie) und/oder eine Fahrt zurück zur Firma wird automatisch auf die vorangegangenen Kunden der jeweiligen Tour aufgeteilt. Der Bordcomputer liefert zusätzlich alle Informationen über Lade-, Entlade- und Pausenzeit. Die aufwendige Auswertung von Tachoscheiben entfällt. Auch die Fahrer-Zeitabrechnung ist automatisiert.

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